Die Sonderausstellung “5x Deutschland in aller Welt” zeigt in Kooperation mit dem Goethe Institut ein Fotoprojekt des Hamburger Fotografen Jörg Müller. Es ist eine aktuelle fotografische Bestandsaufnahme deutschen Lebens auf fünf Kontinenten. Sie ist vom 1.12.2020 bis 1.2.2021 im Auswanderermuseum BallinStadt zu sehen.

Einblick in das Leben der Nachfahren von deutschen Auswanderern

Die Fotoausstellung porträtiert auf rund 100 Bildern die Nachfahren von Auswanderern, die Deutschland in den letzten Jahrhunderten verlassen haben. Sie zeigt Einblicke in ihr Leben in Litkowka/Russland, Oberwischau/Rumänien, Pomerode/Brasilien, Manitoba-Kolonie/Mexiko und Wartburg/Südafrika. In fünf sehr unterschiedlichen Weltregionen aufgenommen, vermitteln die Fotos einen Eindruck davon, wie die Nachfahren der deutschen Auswanderer in ihrem heutigen Alltag die deutsche Kultur leben. Wie sie deutsche Feste feiern, deutsche Gottesdienste abhalten und in der Schule die Sprache ihrer Vorfahren lernen.

Gleichzeitig zeigt die Sonderausstellung eindrucksvoll, wie „die Deutschen“ sich integriert und in einer anfänglich eher lebensfeindlichen Umgebung einen wirtschaftlichen Aufschwung erreicht haben. In der aktuellen Zuwanderungsdebatte ist das Fotoprojekt ein Plädoyer für internationales Zusammenleben und erinnert an die deutschen Auswanderungsströme in der Vergangenheit, deren Ursachen oft Hunger, wirtschaftliche Not oder die Verfolgung aufgrund des Glaubens (Mennoniten) waren.

Sonderausstellung “5x Deutschland in aller Welt” mit Hamburg-Premiere

Nach Stopps im Goethe-Institut in München sowie im Auswärtigen Amt in Berlin ist die Ausstellung im Auswanderermuseum BallinStadt erstmals in Hamburg zu sehen. Der Besuch ist im Eintrittspreis für das Auswanderermuseum enthalten. Tickets gibt es an der Tageskasse der BallinStadt sowie online im Ticketshop.

Über den Fotografen:
1966 in Köln geboren, studierte Jörg Müller visuelle Kommunikation und Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund. Nach dem Diplom begann er 1991 seine Karriere als selbstständiger Fotograf in Hamburg, wo er seitdem lebt. In seinem Schaffen hat er sich besonders auf die Porträtfotografie spezialisiert. Für seine Reportage über chinesische Textilarbeiter, die Mode in Italien produzieren, damit diese unter dem Label „Made in Italy“ verkauft werden kann, wurde Jörg Müller 2007 mit dem Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet. Neben Arbeiten für Unternehmen arbeitet er unter anderem redaktionell  für folgende Medien getätigt: DER SPIEGEL, stern, National Geographic, Geo, Geo Saison, ZEITmagazin, Mare, Merian, Financial Times, Hörzu, Lufthansa Bordbuch, Mercedes Magazin, Facts (CH), NZZ (CH), NZZ am Sonntag (CH), Sports, Max, Maxim, Brigitte, Woman.

In Kooperation mit:

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